Phonologische Bewusstheit

(Einblick in die Lautstruktur der gesprochenen Sprache: Vorläufermerkmale des Schriftspracherwerbs): vorwiegend spielerische Übungen unter Einbeziehung von schriftlichen Aufgaben zur Verbesserung der Lautbewusstheit:

Beispiele (Vorschulbereich und darüber hinaus): Lauschspiele: Welche Geräusche konntest du hören, was klingt ähnlich;
selbst Geräusche erzeugen (Bücher auf den Boden fallen lassen, Namen zuflüstern);
Zerlegung eines Satzes in einzelne Wörter;
Differenzierung von Wortlängen: Schnee ist kürzer als Schneemann;
Reimwörter finden: Haus-Maus;
Silben klatschen oder hüpfen und aus ihnen ein Wort zusammensetzen: Fens-ter-brett;
den Anfangslaut im Wort erkennen und anschließend Bildkarten mit gleichem Anlaut legen: Regen-Rasen, Nase-Nuss;
Vorsprechen eines Wortes in einzelne Laute, wobei das Kind wiederholt und das Wort benennt: D-o-s-e;
Aufgaben zur Buchstaben-Laute-Zuordnung in Verbindung eines Lesetrainings: für jeden Laut einen Stein legen (lautgetreues Bild-Wortmaterial), nach Vorlesen einer Geschichte gestaltet das Kind eine oder mehrere Bildseiten nach ausgewähltem Wortmaterial;
Schreiben einer Geschichte nach ausgewähltem Wortmaterial.

Buchstaben- und Worterarbeitung: dreidimensionale Darstellung von Buchstaben oder Zahlen:

Mehrere Materialien können hierbei zum Einsatz gelangen: Holz- oder Plastikbuchstaben, Knete, Ton, Teig, Wollfäden, Sand, Filz: Das Kind nimmt beispielsweise einen Holzbuchstaben in die Hand, schaut sich das Symbol genau an, sucht nach Wörtern mit gleichem Anfangsbuchstaben, benennt beim fortgeschrittenen Üben des Alphabets die Nachbarn des Buchstaben und malt ihn mit vielen verschiedenen Farben nach. Auf diese Weise soll das Kind ein Gefühl für das Symbol erhalten. In diesem Zusammenhang können einige Tätigkeiten auch (teilweise) mit Hilfe des Computers angefertigt werden, so beispielsweise das Schreiben am Computer in verschiedenen Größen und Schriften.

Weitere (mögliche) Worterarbeitung: hier am Beispiel „Mäuse“:

M-äu-s-e = Buchstaben-Laute-Zuordnung; Differenzierung der Selbstlaute, Umlaute, Mitlaute; 2 Silben = Mäu-se; Wortart = Nomen; Reimwort = Läuse; Ableitung: Mäuse mit äu wegen Maus mit au; Weitere Regeln unter Berücksichtigung von lang und kurz ausgesprochenen Vokalen; keine Verdopplung des Konsonanten nach au, ei, eu; (i.d.R.) kein h zwischen und hinter äu, eu, au, ai, ei; Wortsammlung/ Wortfamilie: Mäusekäfig, Maus; Erarbeitung von Wortbildern mit verschiedenen Sätzen: Mein Vater schenkte mir kürzlich drei Mäuse. Bei manchen Wörtern geht es noch um das Erkennen von Bausteinen, so z.B. um die Vorsilben ver-, ent-, ge-, oder um Nachsilben wie -lich,- ung ,- keit, -nis und um Verlängerungsmöglichkeiten: z.B. „Kind“ mit d wegen „Kinder“ (Pluaralbildung bei Nomen), stark mit k wegen „stärker“ (Steigerung bei Adjektiven), er „gibt“ mit b wegen „geben“ (Infinitiv des Verbs) etc.

Multiplikation und Addition:

Eine gleichartige Handlung soll mehrmals wiederholt werden: Kevin holt Bälle für ein Spiel, er kann jedes Mal zwei Bälle tragen, er geht fünf Mal (wie viel Bälle?).

Division und Subtraktion:

anschauliche Aufteilung und Verteilung von Mengen in gleichmäßige Teilmengen: Zwölf Stifte werden an zwei Kinder verteilt, zehn Birnen werden in Tüten aufgeteilt zu je drei Birnen (Rest ?).

Sachaufgaben:

Sachsituationen versprachlichen; Erkennungsstrategien: Was ist gegeben? Was ist gesucht? Findestrategien: Welche Regel kann ich anwenden? Skizze anfertigen; Prüfstrategien: Ist das richtig? Bin ich auf dem Weg zum Ziel? Beispiele aus der Umgebung zeigen (so sieht ein Beet aus) und Vergleiche anstellen – Einbeziehung der Umwelt/ Natur.

Umgang mit Größen:

Richtige Verwendung der Maßeinheiten: Wie groß bist du? Wie schwer bist du? Fingerbreite = 1cm; Handspanne = 10cm.

Feinmotorik/ Grobmotorik:

Arbeiten mit Gips und Fimo (Bärchen, Drachen); Sandbilder; Arbeiten mit Erbsen, Linsen und Mais; Nachzeichnen von Zahlen, Buchstaben, Formen; Mikado; Boccia-Spiel; Kegeln: Wie viele Kegeln hast du insgesamt umgeworfen?

Wir setzen Pflanzen richtig in das Tongefäß: Wie fühlt sich die Erde an? Was muss man beim Einsetzen beachten?

Aufmerksamkeit, Merkfähigkeit, Ausdauer, Entspannung:

Memory und Memorixspiele; Geräusch-Memory mit Dosen (Sand, Kies, Weizenkörner); Stille-Zeit-Spiel; bestimmte Formen und Zahlen zählen; Fehler finden; Wörter behalten, mündliche Nacherzählungen bei Wiedergabe der richtigen Reihenfolge; Ohren-Detektiv: Die Kinder machen Geräusche, die von anderen zu erraten sind; wie oft habe ich auf die Trommel, auf den Tisch etc. geschlagen? Wo stehe ich im Raum? Atementspannung: Schließt die Augen und versucht langsam ein- und auszuatmen etc.

Lernmotivation, Lernstrategien, Selbstwerttraining:

Förderung hauptsächlich mit Hilfe von Projekten (siehe Menüpunkt „Ganzheitliche Förderung“) Darüber hinaus Umgang mit Konflikten: Welche Möglichkeiten erscheinen zur Konfliktbewältigung geeignet; Kommunikationstraining; Training: Das Lernen lernen und einiges mehr.

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